So findest du die beste Kamera für dich
- Katrin Meindl

- 26. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Juli
Eine Frage, die mir immer und immer wieder gestellt wird, ist die Frage mit welcher Kamera ich meine Fotos mache. Auch wenn ich die Motivation hinter der Frage verstehe, so ist die Antwort darauf eher komplex. Warum sollte meine Kamera, die perfekt für mich ist, auch für dich perfekt sein? Viele lassen sich hier von der Optik meiner Bilder verleiten. Ich würde einen Kamerakauf aber mit einem Autokauf vergleichen. Wenn du ein Auto kaufen möchtest, dann überlegst du dir bestimmte Dinge.
Was ist dein Budget? Für welche Zwecke benutzt du das Auto? Wie viel Platz benötigst du?
Du würdest dir ja kein Auto kaufen, nur weil dein Nachbar das gleiche Auto fährt, oder?
Naja wobei … manche machen das vielleicht sogar.
Ich bin professionelle Fotografin, ich fotografiere Hochzeiten, mache Newbornshootings und Babybauchshootings usw. Ich habe also sehr hohe Ansprüche an meine Kamera, weil ich das Beste für meine Kund:innen herausholen möchte. Wenn du also gelegentlich deine Kamera mit auf Wanderungen oder auf Reisen nehmen möchtest, dann sind das komplett andere Anforderungen, als ich sie habe.
Ich nehme meine Kameras natürlich auch mit auf Reisen und auf Wanderungen, das liegt aber daran, dass ich sie ohnehin besitze. Wäre ich keine professionelle Fotografin, würde ich mir eine kleinere, leichtere Kamera zulegen.
Also Schritt Nummer eins, den du dir überlegen musst: für welche Zwecke nutze ich die Kamera? Möchtest du Portraits machen, oder weite Landschaften fotografieren? Möchtest du einfach ein paar Shots im Urlaubsalltag machen? Möchtest du wildlife fotografieren oder schnelle Autos? Möchtest du Makroaufnahmen machen?
Ich bin übrigens kein Fan davon, wenn Kameras für „street photography“ beworben werden. Du kann street photography mit jeder Kamera machen, nur das Objektiv und die Brennweite sind hier für mich entscheidend.
Schritt Nummer zwei: was ist dein Budget? Die schwierigste aller Fragen vermutlich, denn beim Kamerakauf sollte dein Budget nicht aufhören. SD-Karten, Ersatzakkus, Stativ, Kamerarucksack oder -tasche, Putzzeug und eventuell natürlich Wechselobjektive – all das kommt noch dazu.
Schritt Nummer drei: wie viel Gewicht möchte ich mitschleppen? Ich kenne tatsächlich so so viele Menschen die gute Kameras zuhause herumliegen haben, aber sie nie mitnehmen, weil sie keine Lust haben ein großes schweres Teil mitzuschleppen. Und das sollte man echt nicht unterschätzen. Für mich sogar einer der wichtigsten Punkte.
Ich fotografiere seit Jahren mit Sony und habe aktuell eine Sony a7IV. Sie wiegt ohne Objektiv 658g inkl. Akku und Speicherkarte. Klingt erstmal nicht viel? Objektive sind leider keine Fliegengewichte und das summiert sich schnell. Ich habe zum Beispiel das Sony 70-200 GM OSS II und ich liebe dieses Objektiv! Die Qualität der Bilder ist genial und ich liebe den Look. Habe ich es oft dabei? Leider nein. Es wiegt 1045g und ist für Reisen und Wanderungen einfach zu schwer. Bei Hochzeiten und outdoor Shootings habe ich es aber immer dabei, dann aber mit einem Kameragurt. Jap das führt regelmäßig zu Verspannungen im Rücken ...
Bei meiner letzten Norwegen Reise musste das Objektiv leider zuhause bleiben, da es natürlich auch viel Platz braucht und einfach zu selten benutzt wird.
Das waren die wichtigsten Punkte, die du dir überlegen solltest, bevor du eine Kamera kaufst. Dann gibt es natürlich auch noch weitere Fragen wie Sensorgröße usw. Möchtest du die Milchstraße fotografieren und generell viel Astrofotografie machen? Dann ist ein Vollformat bestimmt eine gute Wahl. Und wenn nicht, hast du trotzdem den Anspruch, dass die Kamera bei wenig Licht eine gute Leistung bringen soll? Wenn du nur am Tag im Urlaub oder auf Reisen fotografierst, wird das für dich kaum Relevanz haben.
Entscheidend ist, dass du deine Kamera so wählst, dass du sie auch gern mit dabei hast. Der Spruch ist zwar abgedroschen, aber er stimmt: die beste Kamera, ist die die du dabei hast. Meine absolute Lieblingskamera ist meine analoge Olympus mju. Ich habe sie für 150€ auf willhaben gekauft und sie auf Reisen und unterwegs immer in der Handtasche. Sie ist klein und kompakt und das macht sie für mich zur unschlagbar besten Kamera für unterwegs.
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Und vergiss nicht: eine teure Kamera macht nicht automatisch gute Bilder. Deine Bilder werden nicht besser, nur weil du teures Equipment besitzt.
Eine Liste mit meinem gesamten Equipment findest du hier:
In diesem Video auf meinem YouTube-Kanal zeige ich jedes einzelne Teil, dass ich besitze und erkläre, wann und wofür ich es verwende:
Hast du noch Fragen zum Thema Kamera? Hinterlasse mir gern einen Kommentar, ich freu mich von dir zu lesen.
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