Mit dem Camper durch die Schweiz - lohnt sich die Reise?
- Katrin Meindl

- 4. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Ein Mal im Leben das Matterhorn sehen!
Dieser Wunsch steht schon länger auf meiner Liste, und im September 2025 ist es endlich so weit.
Wir fahren vom Osten Österreichs ein Mal quer durchs ganze Land. Ein kleiner Zwischenstopp im Montafon muss sein, denn auch das steht schon sehr lange auf meiner Liste. Den Blogbeitrag zur Wanderung im Montafon um den Lünersee findest du hier:
Vom Montafon geht’s für uns über Liechtenstein bis ins Lauterbrunnental. Auftanken vor der Grenze nicht vergessen! Sprit ist (so wie alles eigentlich) in der Schweiz empfindlich teuer. Die Fahrt dorthin ist superschön, auch wenn die Berge noch nicht besonders hoch erscheinen. Das ist auch so faszinierend an der Schweiz. Ein Teil ist Österreich doch sehr ähnlich, mal hügelig, mal bergig, mal flach. Und dann biegen wir bei einem Kreisverkehr Richtung Süden ab und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Schnee und Gletscher ohne Ende. Lauterbrunnen gefällt uns grundsätzlich gut, allerdings ist für unseren Geschmack ein bisschen zu viel los. Der Campingplatz in Lauterbrunnen (Camping Jungfrau) ist der teuerste, den wir in der Schweiz anfahren, aber auch der luxuriöseste. Wir fahren mit drei verschiedenen Seilbahnen zum Schilthorn auf 2970 Meter. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Jungfrau, den Eiger und noch zahlreichen anderen 4000ern. Man sieht hier auch sehr gut den Unterschied zu den österreichischen Bergen. Höher, steiler, mehr Gletscher.
Unsere Reise führt uns weiter bis nach Kandersteg (Camping Rendez-vous). Dort möchten wir gern zum Oeschinensee wandern, allerdings ist das Wetter nicht auf unserer Seite. Es ist sehr neblig, aber der Ausflug ist es trotzdem wert! Der Campingplatz in Kandersteg ist direkt neben der Seilbahnstation, man kann aber auch die Wanderung zum See machen und muss nicht unbedingt mit der Seilbahn fahren. Oben hat man natürlich mehrere Möglichkeiten, aber aufgrund des Wetters wandern wir nur ein kleines Stück und gehen dann zu Fuß wieder runter zum Campingplatz.
Weiter geht’s für uns mit dem Autozug zu unserem nächsten Ziel: Zermatt! Wir entscheiden uns für den Campingplatz in Attermenzen, für uns eindeutig die bessere Alternative zum Campingplatz Alphubel in Täsch. Dieser liegt wirklich direkt an der Schiene und alles ist sehr eng und er ist auch wirklich nirgendwo gut bewertet. Dafür kann man von dort zu Fuß zum Bahnhof gehen und ist ein bisschen flexibler. Der Campingplatz Attermenzen bietet einen Shuttleservice nach Zermatt an. Hat für uns super funktioniert und würden wir wieder so machen. Wir entscheiden uns auch für den Peak Pass, mit dem man mit der Gornergratbahn und den Seilbahnen fahren kann. Einziger Haken: der Preis! 455€ für zwei Personen ist nicht von dieser Welt und muss man wollen, aber es hat sich wirklich gelohnt. Witzigerweise haben wir ein paar Tage zuvor die Fahrt zur Jungfrau verweigert, weil zu teuer. Naja. Das Matterhorn ist es uns aber dann doch irgendwie wert.
Bei bestem Wetter machen wir uns zuerst auf zum Gornergletscher. Auch hier ist sehr viel los, aber der Blick auf den Gletscher ist wunderschön.
Lange halten wir uns oben nicht auf, denn wir haben noch einiges vor uns. Wir fahren mit der Gornergratbahn wieder nach Zermatt und gehen dann durch den Ort bis zur Gondel. Von dort geht’s für uns bis auf 3883 Meter und wir sind somit höher als am höchsten Gipfel von Österreich. Auch hier verbringen wir nicht allzu viel Zeit, denn die 455€ wollen gut genutzt werden. Eine Station haben wir an dem Tag noch vor uns und zwar die Fahrt zum Schwarzsee. Wir fahren mit der Gondel bis nach Furi und steigen dort in den Matterhorn Express. Beim Schwarzsee hat es mir persönlich am besten gefallen. Man hat von hier aus den besten Blick aufs Matterhorn und man sieht auch den Gornergletscher gut. Hier war auch erstaunlicherweise wenig los, dürfte ein secret spot sein!
Zermatt selbst ist ein süßer Ort, allerdings muss man bei jedem Wetter damit rechnen, dass viel los ist. Obwohl wir in der Nebensaison da sind und auch bei Regenwetter durch den Ort wandern ist sehr viel los. Es gibt zahlreiche Shoppingmöglichkeiten und wir haben natürlich Schweizer Schoggi mitgenommen. Pro-Tipp: die Luxembürgerli von Sprüngli!
Nachdem wir ein paar Tage in Zermatt wegen des Wetters ausharren mussten, geht es für uns wieder ein ganzes Stück Richtung Osten ins Engadin. Die Fahrt ist lang und führt über diverse Bergpässe, aber ist wunderschön! Am Camping Silvaplana machen wir unsere letzte Station. Wir fahren mit der Gondel auf den Corvatsch und genießen dort ein letztes Mal das wunderschöne Panorama und den Schnee.
Ist die Schweiz teuer? Ja. Der Unterschied z.B. zu Norwegen ist, dass man einfach sehr viel Gelegenheiten hat, Geld loszuwerden. Es gibt so viele Möglichkeiten, mit Zug und Seilbahnen auf den Berg zu fahren wie nirgendwo sonst glaube ich. In Norwegen musst du deine zwei Beine selbst den Berg hochtragen, und das ist bekanntlich noch immer gratis. Tanken mussten wir in der Schweiz zum Glück nur einmal, aber das hat definitiv ein Loch ins Budget gerissen. Lebensmittelpreise sind hoch und Restaurantbesuche muss man sich echt überlegen.
Würden wir es trotzdem jederzeit wieder so machen? Ja!
Die Campingplätze lagen preislich ein bisschen höher als in Österreich, allerdings nicht viel, das hat uns doch positiv überrascht. Dafür sind sie eher einfach gehalten und nicht so luxuriös, wie man es oft bei uns findet, das hat für uns aber immer gepasst. Warst du schonmal in der Schweiz? Was hat dir am besten gefallen? Teil deine Erfahrungen gern in den Kommentaren.
Das Video zur Reise findest du hier:
Mehr Fotos und Videos findest du auch auf meinem Instagram Kanal, ich freu mich wenn wir uns connecten:



























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